Am 22. Februar beginnt wieder die Passionszeit.
Die sechs Wochen, in denen man besonders an die Leiden von Jesus Christus erinnert, hin bis zum Tod am Kreuz am Karfreitag. «Passion» bedeutet neben Leiden auch Leidenschaft.
Ein wichtiger Grund warum Jesus bereit war, so grossen Schmerz zu ertragen, war die leidenschaftliche Liebe zu den Menschen. Besonders zu den den Benachteiligten, Verachteten und in Schwierigkeiten verstrickten. Mit diesen solidarisierte er sich. Sein Tod ermöglicht Leben und Hilfe für uns. Kurz vor seinem Tod (Joh.12,24) sagte Jesus: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt, bleibt es allein, aber wenn es in die Erde fällt und stirbt, entsteht reiche Frucht, Multiplikation. Damit tönte er an, dass sein eigenes Leiden, seine Selbsthingabe, für andere zu einem grossen Gewinn wird. Auch der Landwirt muss den Samen loslassen, weggeben in die Erde, sonst gibt es weder Wachstum noch Frucht. Wer die Samen für sich erhalten will, der erlebt keine Multiplikation. Wenn wir etwas loslassen um mit Bedürftigen teilen, wird es vervielfältigt, und wir werden Gemeinschaft und Segen ernten. Wer in Nächstenliebe investiert, wird letztlich selber beschenkt. Weiterhin gibt es Hunger, Mangelernährung und Ungerechtigkeit, also Handlungsbedarf für uns. Die Passionszeit ist für viele auch Fastenzeit, eine Gelegenheit, den eigenen Konsum zu hinterfragen und lohnenden Verzicht zu entdecken. Eine Hilfe zur Besinnung aufs Wesentliche, zum Gebet. Verzicht hilft auch der Solidarität: Wer weniger üppig isst und das eingesparte Geld investiert für jene, die es nötiger haben, säet Zeichen der Hoffnung für die Welt.
Die diesjährige Fastenkampagne von Brot für alle, HEKS, spricht auch von Saat und Ernte: im wörtlichen und im übertragenen Sinn.
Das ist die Grundlage für Hilfe zur Selbsthilfe und für ausgewogene Ernährung. Wer Saatgut hat, kann Zukunft säen. Dass Bauern ihr eigenes vielfältiges Saatgut selbständig vermehren und tauschen dürfen, muss leider wieder neu erkämpft werden, denn grosse Firmen streben Patente und Verbote an. Bald sind die neuen Fasten-Kalender 2026 erhältlich, aufgelegt im Eingang der Kirche Gottstatt und im Kirchgemeindehaus Meinisberg. Nehmen Sie dort gerne ihr Exemplar mit und studieren sie die Berichte über Welternährung, über ermutigende Projekte und
verschiedene Möglichkeiten, einen Beitrag zu leisten für erfolgreiche Landwirtschaft trotz schwierigen Bedingungen und für hoffnungsvolle Zukunftsperspektiven.
PFARRERIN ESTHER WIESMANN
Ein wichtiger Grund warum Jesus bereit war, so grossen Schmerz zu ertragen, war die leidenschaftliche Liebe zu den Menschen. Besonders zu den den Benachteiligten, Verachteten und in Schwierigkeiten verstrickten. Mit diesen solidarisierte er sich. Sein Tod ermöglicht Leben und Hilfe für uns. Kurz vor seinem Tod (Joh.12,24) sagte Jesus: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt, bleibt es allein, aber wenn es in die Erde fällt und stirbt, entsteht reiche Frucht, Multiplikation. Damit tönte er an, dass sein eigenes Leiden, seine Selbsthingabe, für andere zu einem grossen Gewinn wird. Auch der Landwirt muss den Samen loslassen, weggeben in die Erde, sonst gibt es weder Wachstum noch Frucht. Wer die Samen für sich erhalten will, der erlebt keine Multiplikation. Wenn wir etwas loslassen um mit Bedürftigen teilen, wird es vervielfältigt, und wir werden Gemeinschaft und Segen ernten. Wer in Nächstenliebe investiert, wird letztlich selber beschenkt. Weiterhin gibt es Hunger, Mangelernährung und Ungerechtigkeit, also Handlungsbedarf für uns. Die Passionszeit ist für viele auch Fastenzeit, eine Gelegenheit, den eigenen Konsum zu hinterfragen und lohnenden Verzicht zu entdecken. Eine Hilfe zur Besinnung aufs Wesentliche, zum Gebet. Verzicht hilft auch der Solidarität: Wer weniger üppig isst und das eingesparte Geld investiert für jene, die es nötiger haben, säet Zeichen der Hoffnung für die Welt.
Die diesjährige Fastenkampagne von Brot für alle, HEKS, spricht auch von Saat und Ernte: im wörtlichen und im übertragenen Sinn.
Das ist die Grundlage für Hilfe zur Selbsthilfe und für ausgewogene Ernährung. Wer Saatgut hat, kann Zukunft säen. Dass Bauern ihr eigenes vielfältiges Saatgut selbständig vermehren und tauschen dürfen, muss leider wieder neu erkämpft werden, denn grosse Firmen streben Patente und Verbote an. Bald sind die neuen Fasten-Kalender 2026 erhältlich, aufgelegt im Eingang der Kirche Gottstatt und im Kirchgemeindehaus Meinisberg. Nehmen Sie dort gerne ihr Exemplar mit und studieren sie die Berichte über Welternährung, über ermutigende Projekte und
verschiedene Möglichkeiten, einen Beitrag zu leisten für erfolgreiche Landwirtschaft trotz schwierigen Bedingungen und für hoffnungsvolle Zukunftsperspektiven.
PFARRERIN ESTHER WIESMANN
